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Mülheimer Geschichte (n)

Kriegsspuren,
kriegerische Spuren


Im Jahre 1098 erstmals erwähnt haben sich kriegerische Spuren bis in die Topografie des Stadtteils eingeschrieben. An die 1255 begonnene, von Graf Adolf IV. von Berg angeordnete Errichtung von Wällen und Ringmauern z.B. erinnern heute noch Straßenverläufe und -namen (Wallstraße).
Auf dem Gelände der heutigen Hacketäuer-Siedlung wurde 1894 mit dem Bau der Hacketäuer-Kaserne begonnen. Von hier aus zogen deutsche Soldaten aus zur Niederschlagung des "Boxeraufstandes" in China 1899/1900, zum Völker-mord an den Hereros in "Deutsch-Südwestafrika" 1904/05 und in den 1. Weltkrieg. "Auf dem Kasernenhof der Hacktäuer spielte Musikdirektor Beez patriotische Weisen und hell klang das 'Deutschland, Deutschland über alles' hinüber zu den Fenstern der neugierig blickenden Mül-heimer. Am Sonntag den 2. August, abends 8 Uhr rückte das Regiment mit Fahnen und klingendem Spiel unter beispiellosem Jubel und ungeheurer Begeisterung der Mannschaften und Bevölkerung aus gegen Lüttich" (aus der Pfarrchronik von St. Antonius). Von den 4400 jubelnd aus-gezogenen Hachtäuern überlebten nur 200 den Krieg.
Am 8. Mai 1945, dem Tag der Befreiung vom National-sozialismus, lagen große Teile Mülheims in Schutt und Asche. Heute sind im Stadtbild so gut wie keine direkten Spuren davon mehr sichtbar...

"Kriegsspuren in Mülheim",
Stadtteilspaziergang 2006 als PDF

 

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