Mülheimer Chroniken und Festschriften

Vom Erinnern – aus Chroniken und Festschriften Mülheimer Vereine, Schulen und Gemeinden über die Zeit von 1933 bis 1945

Sammlung von Mülheimer Chroniken und Festschriften
Sammlung von Mülheimer Chroniken und Festschriften

Es ist keine systematische Sammlung, die uns vorliegt: Es sind Chroniken und Festschriften von 6 Schulen, 13 Gemeinden und 12 Einrichtungen und Vereinen. Mehr zufällig gelangten sie aus unterschiedlichen Quellen in unser Archiv. Die meisten freilich aus dem Nachlass des Salesianerpaters Herbert Diekmann, von dessen historischer Forschungstätigkeit heute noch die Webseite von Pater Herbert Diekmann Zeugnis abgibt.

Wir sind sicher, dass Pater Diekmann sich freuen würde wenn er erlebt hätte, wie seine Sammlung auf diese Weise zurück in die Mülheimer Öffentlichkeit getragen wird, um gelesen und diskutiert zu werden.

Geschichte ist Erinnerung. Im Verlauf unserer Beschäftigung mit der NS-Vergangenheit in Mülheim stellten wir fest, dass auch Erinnerung ihre Geschichte hat. Diese Dokumentation erhält einen ganz vielfältigen Einblick in die Geschichte der Erinnerung:

  • Da sind, wie am Beispiel der Festschrift zum 100jährigen Pfarrjubiläum von St. Mauritius, Erinnerungen in der NS-Zeit aufgeschrieben und Jahre später zu einem Jubiläum als Zeitdokumente wiedergegeben worden.
  • Da sind Erinnerungen, die Jahrzehnte später aus dem Gedächtnis, anhand von Tagebüchern oder Berichten aufgeschrieben und in Rückblicken dokumentiert wurden.
  • Es sind Berichte von Menschen, die diese Zeit erlebt und erlitten haben und Berichte von Unbeteiligten, die versuchen diese Zeit auf unterschiedliche Weise nachzufühlen oder wieder zu geben.
  • Da sind sehr einfühlsame Berichte andere eher Dokumentationen der Zerstörung von Bausubstanz.
  • Es sind Berichte, die getragen sind von Verantwortung für das, was Menschen in Deutschland passiert ist und Berichte, von denen man den Eindruck gewinnen könnte, als wären unschuldige Deutsche von fremden Mächten überfallen worden. In jedem Fall sind sie lebendige Zeugnisse – sowohl der Zeit 33-45, als auch der unterschiedlichen und sich verändernden Sichtweise auf diese Zeit.


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